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updated:  15.03.2005


  Jointdrehen leicht gemacht

DER FILTER

 

Die Filter von Joints filtern den Rauch nicht, sondern ermöglichen es ihm nur, durchzuströmen. Ein guter Filter bewahrt den Joint auch davor, sich in deinem Mund aufzulösen. Du verbrennst dir auch nicht deine Lippen, wenn du den allerletzten Zug nimmst. Hier kannst du lesen, wie du einen tauglichen Filter baust.

Zu einer Rolle formen

Form und Größe des Filters unterliegen dem persönlichen Geschmack. Zu weite Filter können den Rauch rauh werden lassen, während zu enge dazu neigen, zu verstopfen. Irgendwo dazwischen liegt wohl das Optimum. Einfacher bedruckter Karton ist wahrscheinlich das gesündeste Material. Einige Druckfarben können giftige Dämpfe abgeben wenn sie brennen. Ein hervorragender Filter kann aus einem Streifen dünnem Karton von 2 mal 5 Zentimeter hergestellt werden. Roll den Karton eng in einem leichten Winkel zusammen, so dass das Ende des Filters konisch wird. Dreh den Joint mit

dem Filter darin zusammen (das konische Ende zeigt dabei nach außen) und lass den Karton ein wenig aufspringen, so dass der Rauch gut strömen kann.

Filter vor dem Drehen einlegen

Einige Raucher ziehen es vor, den Filter einzulegen, bevor sie den Joint drehen, Andere wieder finden, dass das Einlegen des Filters nach dem Drehen weniger umständlich ist und sie so schneller drehen können. Mach es so, wie es dir am leichtesten fällt.

Schau dir mal die Anleitungen an, auf denen die Filter nicht nur die Funktion von Mundstücken haben.

TIPP: Es gibt Filter-Tipps zum Kaufen, man kann pro Blatt zwei perfekte Filter drehen und sie kosten beinahe nichts. Wenn man eine Packung Zigaretten öffnet, findet sich im Innenteil der Klappe ein Streifen, den man herausreißen und perfekt zu einem Filter umfunktionieren kann.

 

 

DIE RICHTIGE MISCHUNG (Achtung: Keine Konsumanimation)

 

Die halbe Kunst beim Drehen von Joints besteht darin, eine gute Mischung herzustellen. Es gibt eine große Auswahl an Material dafür, aber Quantität ist niemals ein Ersatz für Qualität. Verschwende deine Lunge niemals an minderwertige Zutaten.

 

Ein Bud (Blütentraube)

Die weiblichen Bütentrauben ("Buds") sind bei weitem der potenteste Teil der Hanfpflanze. Dank vieler Tausender Hanfbauern weltweit gibt es Tausende von Rassen und Sorten, die sich in Qualität, Potenz und Ertrag enorm unterscheiden können. Dies führte dazu, dass selbst ernannte "Hanf-Kenner" aufgetaucht sind, die solche Sachen von sich geben, wie: "Oh ja, was für ein subtiles Sativa!", oder die von "Bukett" und "Körper" sprechen. Geh solchen Leuten aus dem Weg, wenn du kannst.


Importierte Blüten sind häufig im Schnellverfahren getrocknet und aus Gründen der Lagerung oder des Transports gepresst worden. So etwas kann man einfach in die Mischung hineinkrümeln. Blütenstände besserer Qualität, die sorgfältig fermentiert bzw. langsam getrocknet und sorgfältig gelagert wurden, sind sensibler. Sie sollten vorsichtig behandelt werden, um die empfindlichen THC-Drüsen zu schützen. Man verwendet eine scharfe Schere, um die Blüten zu zerkleinern und den lagert den Rest an einem kühlen und dunklen Ort. Stengel und Samen entfernt man. Sie enthalten wenig THC und machen den Rauch rauh. Die frischen Blüten beginnen manchmal zu schimmeln, wenn sie falsch gelagert werden. Wenn es auch schwer fällt: man sollte sie in diesem Fall unbedingt wegwerfen, da sie die Lungen schädigen und schwerwiegende Infektionen hervorrufen können (Grabräuber in Ägypten sind an Schimmelpilzinfektionen gestorben!!!). Blütenstände werden in unseren Breiten mit Tabak, anderen Blättern ("Knaster") oder Kräutern gemischt, so dass sie im Joint "atmen" können. Skunk oder andere hochwertige Sorten weisen eine enorme Potenz auf. Man sollte sie nur sparsam verwenden, bis dass man mit ihren Wirkungen vertraut ist und ihre Effekte voraussehen kann.

TIPP: Same in den Blütenständen weisen meist auf eine minderwertige Qualität hin. Hochwertiges Gras wird vor der Ernte nie bestäubt, sodass man "Sinsemilla" ernten kann (unbestäubtes Gras). Die weibliche Pflanze produziert ohne störende Männchen mehr Harz.

Hanfblatt

Hanfblätter finden sich häufig in kommerziellem Gras. Wenn man den ein wenig scharfen Geschmak verträgt, dann können einige Blätter, besonders die, die an den Spitzen blühender weiblicher Pflanzen wachsen, überraschend potent sein. Man verwendet nur gut fermentierte Blätter und entfernt alle Stengel, bevor man sie in die Mischung krümelt. Die größeren Blätter vom unteren Teil der Pflanze sind zu rauh, wenn man sie im Joint raucht. Man hebt sie besser für die Wasserpfeife ("Bong") oder zum Backen auf.

Haschisch

Es gibt viele verschiedene Arten von Haschisch, angefangen vom steinharten Libanesen bis hin zum weichen und öligen Nepalesen. Wie bei allen Hanfprodukten gibt es auch hier eine große Bandbreite in der Qualität. Das beste Haschisch wird hergestellt, indem das klebrige Harz von den Blütenständen abgerieben wird. Das meiste Hasch enthält jedoch verarbeitetes Pflanzenmaterial und Bindemittel, und das schlechteste ist mit Chemikalien versetzt (man streckt es häufig mit Sand, Öl, Gummi, Exkrementen, ...).


Normalerweise wird Hasch mit einer Flamme erhitzt, zu einem Pulver zerrieben, und dann mit Tabak oder anderen rauchbaren Kräutern vermischt. Gutes Haschisch sollte problemlos anbrennen und sich leicht zerkrümeln lassen. Sehr weiches Haschisch kann man alternativ zu "Würstchen" rollen und diese in den Joint legen.

Mann sollte nie zuviel Hasch oder gar große Stücke davon in einem Joint einbauen. So brennt es nur schlecht und zuviel wird verschwendet.

TIPP: Schlechtes Haschisch erkennt man untrüglich daran, dass es beim Erhitzen sandig zerfällt.

Haschöl


An echtes Haschöl kommt man nur schwer heran. Hat man es doch einmal bekommen, dann wird man es ungemein potent finden. Es kommt in Form einer schwarzen, braunen oder transparenten öligen Flüssigkeit in den Handel. Man schmiert es auf das Paper oder mischt es mit den Rauchkräutern. Haschöl ist sogar im ansonsten liberalen Holland verboten.

Tabak


Tabak ist der Hauptbestandteil nahezu aller Joints, die in Europa gedreht werden. Verwendet man ihn zusammen mit Haschisch oder starken Blütenständen, dann sorgt der Tabak dafür, dass das Hanfprodukt sauber verbrennt und er verbessert unter Umständen auch den Geschmack des Joints. Die möglichen Nachteile: Abhängigkeit und Lungenerkrankungen führen dazu, dass immer mehr Menschen den Tabakgenuss vollständig ablehnen.


TIPP:
Verwendet man Zigarettentabak um den Joint zu füllen, empfiehlt es sich, die Zigarette vorher anzuheizen bzw. rundherum solange mit einem Feuerzeug zu erhitzen, bis sie schwarz ist (nicht zu viel, sonst verkohlt der Tabak). Der Tabak schmeckt dann angenehmer und ein Teil der schädlichen Inhaltsstoffe ist bereits verdampft.

Psychoaktive Pflanzen


In den letzten Jahren wurden Pflanzen, die legal high machen, immer populärer. Behauptungen, dass deren Wirkungen mit denen der echten (bekannten bzw. synthetischen) Substanzen vergleibar sein sollen, stimmen gewöhnlich nicht. Allerdings gibt es einige wirklich psychoaktive und therapeutisch wirksame Kräuter, die als Bestandteil einer Rauchmischung dienen können. Legale Rauchmischungen können eine gute Alternative zum Tabak bieten.

Für Raucher, die einen leichten Rausch trotz Cannabis-Prohibition suchen, sind sie die einzige verfügbare Alternative. Es gibt Anzeichen dafür, dass bestimmte psychoaktive Kräuter die Wirkung des Hanf intensivieren können.

TIPP: » Salvia

 

DAS DREHEN

Die Zutaten sind eine Sache der Vorliebe, des Geschmacks und der durch die Gesetze beschränkten Verfügbarkeit. Abgesehen davon ist eine gute Mischung immer eine Mischung, die gleichmäßig ist. Ungleichmäßige Mischungen verbrennen oft unregelmäßig. Das Resultat sind zusammenfallende Joints und verschwendete Zutaten.

Die meisten Raucher mischen Ihre Zutaten vorher in der Hanfläche oder in einer Schüssel und streuen sie nachher in das Paper.

 

Die meisten Leute, die dieses Handbuch lesen, haben sicher einige Übung in der Kunst, einen passablen und rauchbaren Joint zu drehen. Für diejenigen jedoch, die zwei linke Hände haben, und nicht gerade für ihre Drehkünste berühmt sind, kommen hier ein paar grundlegende Tipps ....

Mischung

Die Mischung ist vielleicht der wichtigste Bestandteil des Joints. Stelle sicher, dass sie von gleichmäßiger Konsistenz ist und zerkrümle alle Klumpen oder holzige Teile oder entferne sie.

Mischung verteilen

Die Form des fertigen Joints wird davon bestimmt, wie du die Mischung auf dem Paper verteilst. Viele der Joints in diesen Anleitungen sind von konischer Form. Solche Tüten rauchen sich milder als die geraden Joints, sind aber ein wenig schwerer zu drehen.

TIPP: Am dünnen Ende (beim Filter) weniger Tabak, am dicken Ende viel Tabak, dann hat mans beim Drehen gleich leichter.

Filter einlegen

Es wird unbedingt empfohlen, den Filter einzulegen, BEVOR man den Joint zu Ende dreht. Das spart Zeit und Mühe. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Filter nachher perfekt sitzt, ist so auch größer.

Drehen

Nun kommt der verzwickte Teil. Nimm das Ganze auf und drehe von der Mitte her beginnend nach außen. Arbeite dabei hauptsächlich mit den Daumen. Mit den Zeigefingern stützt du und erzeugst den Gegendruck. Du solltest dabei spüren, wie die Mischung im Papier langsam fester wird.

Drehen

Wenn du eine gleichmäßige Konsistenz erreicht hast, dann steck die vordere Papierkante mit den Daumenspitzen unter die hintere, wickle das restliche Papier um den Joint, feuchte den Klebestreifen an und versiegle das gute Stück.

Fertig!

Die besten Joints sind fest, aber natürlich nicht so fest, dass dir beim Rauchen fast die Lungen zerreissen und du einen roten Kopf kriegst. Zu lockere Joints schmecken rauh, brennen zu schnell ab und haben die hässliche Angewohnheit, Kleidung und Mobiliar in Brand zu stecken bzw. Löcher hinein zu brennen.

 

 

                  Pictures by Moritz Post

 

 

 
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